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Baudenkmal Nr. B/047 - Heilig-Geist-Spital

Adresse

Koordinaten: 51.71608021710937, 9.1870690711794

Adresse: Klosterstr. 9, 33034 Brakel

Charakteristische Merkmale des Denkmals Mittelalterliches Spital mit zugehöriger Kapelle bzw. nach 1645 Kapuzinerkloster. Die Bestandteile des Bodendenkmals sind die Spuren des mittelalterlichen Spitals, des frühneuzeitlichen Klosters und dessen bürgerlichen Vorgängerbauten, die obertägig nicht sichtbar, im Boden jedoch erhalten sind.
Begründung der Eintragung

Denkmalart: Ortsfestes Baudenkmal

Name des Denkmals: Heilig-Geist-Spital

Begründung: "Das kurz vor 1302 gegründete Heilig-Geist-Spital mit zugehöriger Kapelle vor dem Ostheimer Tor wurde 1306 von den damaligen Herren der Stadt, Bischof Otto von Paderborn, den Geschlechtern von Asseburg sowie von den Ratsleuten der Stadt Brakel überlassen. In der Folgezeit diente es zur Unterbringung armer und kranker Bürger, für deren geistliches Wohl anfangs der Pfarrer Sorge trug, seit 1479 aber ein eigener Rektor. Nach weitgehender Zerstörung des Spitals im 30jährigen Krieg, dessen Folgen wohl nur die Kapelle relativ unbeschadet überstand, wurde das verlassene Areal anfangs gegen den Widerstand der Bürger von Bischof Ferdinand von Paderborn 1645 dem Kapuzinerorden übertragen. Es fand eine räumliche Erweiterung statt. Bezeugt sind mehrere Hofankäufe, darunter der des Hofes der Mengersen, des Klefferjohann an der Ostheimer Straße sowie des David Hirsch an der Brucht und des Hauses des Rox. Die Grenzen des sehr weitläufigen Klosterkomplexes, auf dessen unbebautem Teil nach Aufhebung des Konventes 1816 das St. Vincenz-Hospital Platz fand, lassen sich ohne Schwierigkeiten aus der Urkatasteraufnahme von 1829 ablesen. Als geistlicher Mittelpunkt, um den herum die Klostergebäude in Nachfolge der Spitalbauten errichtet wurden, diente die mittelalterliche Kapelle, die erst 1715-18 durch den bestehenden Neubau des Johann Konrad Schlaun ersetzt wurde."
"Das Heilig-Geist-Spital als sozialkaritative städtische Einrichtung sowie nach 1645 das im Zuge gegenreformatorischer Maßnahmen eingerichtete Kapuzinerkloster besitzen für die Geschichte der Stadt Brakel in Mittelalter und Neuzeit Bedeutung. Wissenschaftliches Interesse betriffi insbesondere Alter und Struktur der älteren Spitalgebäude sowie der bei der Klostergründung aufgegebenen bürgerlichen Besitzungen. - Nach § 2 DSchG handelt es sich um ein Bodendenkmal, an dessen Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht, weil es Erkenntnisse Ciber Wohn- und Sozialstrukturen, materielle Hinterl;ssenschafi und Baiiwesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Boden enthält, die für die Stadtentwicklung, die Geschichte des Menschen und die Siedlungsgeschichte des Raumes von Bedeutung sind und weil hierfür wissenschaffliche Gründe vorliegen."

Eigentümer

Kath. Pfarrkirche zu Brakel

Nutzungsart

Kapuzinerkirche, Caritas

Baujahr und Besonderheiten der Architektur  
Nutzung des Denkmals (früher & heute)

 

Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals

 

Bermerkungen