Baudenkmal Nr. A/156 - Außenfassaden Wohn- und Geschäftshaus
Adresse
Koordinaten: 51.71609816314639, 9.182294001359146
Adresse: Hanekamp 16, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Fassaden eines zweigeschossigen, L-förmigen Ziegelbaus auf Werkstein-KelIergeschoß unter mit Betonplatten in Diagonalverlegung gedecktem Walmdach. Südöstliche Gebäudeecke abgeschrägt und besonders betont durch den über Stufen erreichbaren Geschäftseingang und das Dachhäuschen mit Pyramidendach (der kleine Balkon über dem Eingang im Obergeschoß mit schmiedeeiserner Vergitterung wurde zwischenzeitlich entfernt). Der Verkaufsraum im Erdgeschoß hat zum Hanekamp hin (westlich des Eingangs) vier breite, bis auf das Wasserschlagsgesims des Kellersockels heruntergezogene Schaufenster, westlich daneben vier Fenster normaler Größe mit Sohlbänken. Sämtliche Fenster bauzeitlich erhalten als zweiflügelige Holzfenster mit zweiflügeligen Oberlichtern, die Kämpferzonen im Erdgeschoßbereich und im Eckfenster des Obergeschosses mit Zahnschnittfries. Gegliedert wird die Straßenfassade durch einen doppelten gemauerten Gesimsstreifen zwischen Erd- und Obergeschoß sowie durch einen aufwendig gemauerten Arkadenfries mit begleitenden Zierstreifen unterhalb der Trauflinie sowie durch Bander aus glasierten Ziegeln in der Höhe des Segmentbogenansatzes der Fenster in den beiden Etagen; glasierte Ziegel sind auch als Rahmung der Fenster- und Türöffnungen verwendet worden. Außer dem Ladeneingang an der südöstlichen Gebäudeecke wird das Haus erschlossen über die Haustür an der westlichen Hausseite (bauzeitlich erhalten), vor der ein Windfang errichtet wurde, sowie über eine Hoflür an der nördlichen Traufseite. Hier gibt eine geprägte Blechplatte Auskunft über Bauherrn und -datum: "Erbaut im Jahre 1898 von August Kleinschmidt & Frau Therese geb. Parensen".August Kleinschmidt handelte mit Haushalts- und Eisenwaren, neben dem Ladengeschäft befanden sich im Erdgeschoß Lagerräume und ein Kontor. Diese Funktionen des Erdgeschosses sind an der Fassade deutlich abzulesen, besonders prägnant ist der für historistische Geschäftsbauten typische, über einige Stufen erreichbare Geschäftseingang an der abgeschrägten Gebäudeecke. Die Familie des Geschäftsmannes wohnte im Obergeschoß, desweiteren befand sich im Obergeschoß eine Mietwohnung. Dienstmädchen und evtl. Angestellte hatten im Dachgeschoß kleine Kammern. An der Erhaltung und Nutzung gern. § 2.1 DSchG MVV besteht daher aus wissenschaftlichen, insbesondere stadt- und sozialgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse. Darüber hinaus werden volkskundliche Gründe für das öffentliche Erhaltungsinteresse angeführt, weil dieses Wohn- und Geschäftshaus in für die Zeit der Jahrhundertwende typischer Art die verschiedenen charakteristischen Funktionsabläufe veranschaulicht. Die Baudetails belegen die solide Handwerksarbeit der Brakeler Mauerer, Zimmerleute und Tischler. Darüber hinaus werden städtebauliche Gründe geltend gemacht, weil dieses stattliche Eckgebäude mit der aufwendigen Fassadengliederung den Bereich des ehemaligen Hanekämper Tores entscheidend mitprägt, insbesondere, da die gegenüberliegende Grünfläche einen Blick auf die gesamte Hauptfassade ermöglicht.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Wohn- und Geschäftshaus
Begründung:
Eigentümer
Zweckverbandssparkasse Höxter
Nutzungsart
GeschäftshausBaujahr und Besonderheiten der Architektur
1898
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
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