Baudenkmal Nr. B/047 - Heilig-Geist-Spital
Adresse
Koordinaten: 51.71792104190174,71608021710937, 9.1832338963109181870690711794
Adresse: Kirchpl.Klosterstr. 4,9, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Ortsfestes Baudenkmal
Name des Denkmals: Pfarrkirche St. Michael und Johannes der TäuferHeilig-Geist-Spital
Begründung: "DieDas Pfarrkirchekurz St.vor Michael1302 gegründete Heilig-Geist-Spital mit zugehöriger Kapelle vor dem Ostheimer Tor wurde 1306 von den damaligen Herren der Stadt, Bischof Otto von Paderborn, den Geschlechtern von Asseburg sowie von den Ratsleuten der Stadt Brakel überlassen. In der Folgezeit diente es zur Unterbringung armer und St.kranker JohannesBürger, infür Brakelderen wirdgeistliches 1213Wohl anlässlichanfangs einerder SchenkungPfarrer desSorge Geschlechtestrug, vonseit Brakel erstmals urkundlich genannt, dürfte1479 aber ein weitauseigener höheresRektor. AlterNach besessenweitgehender haben.Zerstörung Fürdes dieseSpitals bislangim noch30jährigen nichtKrieg, durchdessen archäologischeFolgen Hinweisewohl untermauerte Annahme spricht u.a.nur die ErwähnungKapelle desrelativ Ortesunbeschadet Brakelüberstand, alswurde letztedas Ubernachtungsstationverlassene beiAreal anfangs gegen den Widerstand der Überführung der Reliquien des hl. VitusBürger von ParisBischof nach Corvey im Jahre 836, weiterhin 1036 erwähnter Hofbesitz des BischofsFerdinand von Paderborn in1645 Brakel,dem Kapuzinerorden übertragen. Es fand eine räumliche Erweiterung statt. Bezeugt sind mehrere Hofankäufe, darunter der des Hofes der Mengersen, des Klefferjohann an der Ostheimer Straße sowie des David Hirsch an der Brucht und des Hauses des Rox. Die Grenzen des sehr weitläufigen Klosterkomplexes, auf dessen Herleitungunbebautem Teil nach Aufhebung des Konventes 1816 das St. Vincenz-Hospital Platz fand, lassen sich ohne Schwierigkeiten aus Königsbesitzder undUrkatasteraufnahme damitvon mutmaßlich1829 hohesablesen. AlterAls alsgeistlicher sicherMittelpunkt, gilt.""Derum bestehendeden Kirchenbauherum istdie Klostergebäude in wesentlichenNachfolge Teilender eineSpitalbauten Basilikaerrichtet deswurden, 12.diente Jahrhundertsdie mitmittelalterliche baulichenKapelle, Veränderungendie deserst 14.,16. und 19. Jahrhunderts: Nach einer Bauinschriff von 1338 wurde in dieser Zeit ein älterer Ostabschluß1715-18 durch den Chor in gotischen Stilformen ersetzt und ebenfalls der Westturm erneuert. Nach einer schweren Brandkatastrophe von 1517 erfolgte die Erneuerung des Westturmes, gleichzeitig die Angleichung des südlichen Seitenschiffes an die Höhe des Mittelschiffes sowie derbestehenden Neubau des südlichenJohann QuerhausesKonrad undSchlaun desersetzt östlich anschließenden Joches. Das nördliche Seitenschiff wurde von dem Modernisierungsversuch des 16. Jahrhunderts nicht mehr erfasst, die Angleichung des nördlichen Querhauses und des östlich anschließenden Bautraktes an die entsprechenden Bauteile auf der Südseite ist erst einem Umbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts zuzuschreiben. 1846/49 entstand der heutige Westturm. Diesen Umbaumaßnahmen des 19. Jahrhunderts dürften auch zwei angebaute Kapellen an der Nordseite von Turm und nördlichem Querhaus zum Opfer gefallen sein.wurde."
"NachDas LandtagsbeschlußHeilig-Geist-Spital vonals 1791sozialkaritative wurdestädtische wenig später der Friedhof, auf dem sich mehrere BeinhäuserEinrichtung sowie einnach Ossuarium am Turm befunden haben sollen, von der PFarrkirche weg vor1645 das Hanekampertorim (bisZuge 1880)gegenreformatorischer verlegt.""VonMaßnahmen deneingerichtete zahlreichenKapuzinerkloster Häusern der Geistlichkeit, die sich fast alle in der Nähe der Kirche und in der Pappngasse befunden hahen, war die sog. Wedeme, das Gehöft des Pfarrers nördlich der Pfarrkirche, das bedeutendste. Ein nach den Angaben der Heimatliteratur von dem Pfarrer Bertold von Berg Mitte des 14. Jhs. errichtetes Steinhaus mit Treppengiebel wurde 1856 abgebrochen und durch einen Neubau auf dem hinteren Teil des Pfarrgrundstückes ersetzt. Dieser überdeckt nicht die Fläche des giebelständig zur Straße ausgerichteten Steinhauses, wie die Fortschreibung der Urkatasterkarte von 1831 verdeutlicht, so daßdie Reste des mittelalterlichen Gebäudes untertägig erhalten sind. Das Pfarranwesen als Wohnsitz des Pfarrers, des bedeutendsten Vertreters der Geistlichkeit in Brakel, besitztbesitzen für die Geschichte undder EntwicklungStadt BrakelsBrakel Bedeutung.in Wissenschaftliches Interessegilt insbesondere dem AlterMittelalter und der Baustruktur des bis 1856 vorhandenen steinernen Vorgänger-gebäudes. ""Auf die Bedeutung der Pfarrkirche von Brakel verweist nicht nur, dass sie im späten Mittelalterals Dekanatssitz fungierte, sondern auch, dass sie mit einer überaus großenAnzahlvon Altären ausgestattet war.1346 lassen sich neben dem Pfarrer noch zwei Kapläne,der Schul1ehrersowiesiebenVikare für einzelne Altäre nachweisen, deren Zahl durch weitere Altarstiftungendes 15. Jahrhunderts eher noch vergrößert worden sein dürfte und die BrakelerPfarrkirchevor der ReformatioeninemKollegiatssti'ft vergleichbar macht.""Die Pfarrkirche von Brakel bildete den geistlichenMittelpunktder vorstädtischeSniedlungundder zwischen 1213 und 1223 gegründeten Stadtundbesitztfür dieGeschichteundEntwicklunvgonBrakelNeuzeit Bedeutung. Wissenschaftliches Interesse betrifftbetriffi insbesondereden in Teilennur nochuntertägig vorhandenen Kirchenbau des 12. Jhs. sowie dasinsbesondere Alter und die Struktur der anzunehmendeVnorgängerbauten.älteren Spitalgebäude sowie der bei der Klostergründung aufgegebenen bürgerlichen Besitzungen. - Nach § 2 DSchG handelt es sich umeinum Bodendenkmala,ein ndessenErhaltuneginöffentlichesBodendenkmal, an dessen Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht, weil es ÜberresteErkenntnisse einerCiber Kirche, eines FriedhofesWohn- und einesSozialstrukturen, Pfarrhausesmaterielle ausHinterl;ssenschafi demund MittelalterBaiiwesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Boden enthält, die für die Stadtentwicklung, die GeschichtedesMenschenundGeschichte des Menschen und die Siedlungsgeschichte des Raumes von BedeutungsindBedeutung undweilsind hierfürwissenschaftlicGheründe
und weil hierfür wissenschaffliche Gründe vorliegen."
Eigentümer
Kath. Pfarrkirche zu Brakel
Nutzungsart
Kultur,Kapuzinerkirche, Park, GartenCaritas
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
12. Jahrhundert
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen