Baudenkmäler
- Baudenkmal Nr. 70
- Beispieldenkmal Nr. XX
- Baudenkmal Nr. 14 - ehem. Kapuzinerkloster Brakel
- Baudenkmal Nr. 21- Wohnhaus Roland
- Baudenkmal Nr. 22 - Wohn- und Gasthaus Elbracht-Hülseweh
- Baudenkmal Nr. 30 - Kapuzinerkirche Brakel
- Baudenkmal Nr. 63 - Fachwerkhaus
- Baudenkmal Nr. 71 - Fachwerkhaus
- Baudenkmal Nr. 75 - Fachwerkgiebelhaus
- Baudenkmal Nr. 86 - Traufenhaus
- Baudenkmal Nr. 90 - Ackerbürgerhaus
- Baudenkmal Nr. 94 - Fachwerktraufenhaus
- Baudenkmal Nr. 99 - Fachwerkgiebelhaus
- Baudenkmal Nr. 100 - Fachwerkwohnhaus "Am Thy 6"
- Baudenkmal Nr. 113 - Fachwerkscheune u. Schweinestall Elbracht-Hülseweh
- Baudenkmal Nr. A/128 - Fachwerkwohnhaus "Wolfskuhle 22
- Baudenkmal Nr. A/140 - Altbau des Sparkassenhauptgebäudes mit Direktorenhaus
- Baudenkmal Nr. A/155 - Wohnhaus
- Baudenkmal Nr. A/156 - Außenfassaden Wohn- und Geschäftshaus
- Baudenkmal Nr. A/165 - Massives Villengebäude
- Baudenkmal Nr. B/045 - Pfarrkirche St. Michael und Johannes der Täufer
- Baudenkmal Nr. B/047 - Heilig-Geist-Spital
Baudenkmal Nr. 70
| Baudenkmal Nr. 70 | Testdenkmal |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Name des Denkmals | Fachwerkhaus |
| Koordinaten | 51.7168588080316, 9.18465794126579 |
| Adresse |
Markt 11, 33034 Brakel |
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Schlichtes 2-gesch. Fachwerk-Giebelhaus von 5 Achsen mit Krüppelwalm. 2.H. 18. JH. Erdgeschoß modern ausgebaut. Front verschiefert. Wichtig als Blickpunkt in der Verlängerung des Hanekampes.
Begründung der Eintragung
Historische Fachwerke
Eigentümer
Dean-William Smith
Nutzungsart
Wohn- und Geschäftshaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1798; Fachwerk
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Rox Tabak, Lotto, Zeitungen, Postkarten
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
im Garten unter der Terrasse wurde ein alter Brunnen gefunden
Beispieldenkmal Nr. XX
Baudenkmal Nr. XX - Alte Waage in Brakel
Adresse
Koordinaten: 51.71703245887157, 9.183756849455195
Adresse: Markt 6, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Schlichtes 2-gesch. Fachwerk-Giebelhaus von 5 Achsen mit Krüppelwalm. 2.H. 18. JH. Erdgeschoß modern ausgebaut. Front verschiefert. Wichtig als Blickpunkt in der Verlängerung des Hanekampes.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkhaus
Begründung: Historische Fachwerke
Eigentümer
Dean-William Smith
Nutzungsart
Wohn- und Geschäftshaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1798; Fachwerk
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Rox Tabak, Lotto, Zeitungen, Postkarten
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
im Garten unter der Terrasse wurde ein alter Brunnen gefunden
Baudenkmal Nr. 14 - ehem. Kapuzinerkloster Brakel
Adresse
Koordinaten: 51.716166625928906, 9.186991000463637
Adresse: Klosterstraße 9, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Erb. zw. 1665 (Gründung d. Klosters) und 1683. Dreiflügelbau nördl. an die Kirche anschließend in schlichten Barockformen. Seit 1849 Krankenhaus, seitdem durch Ausbau erweitert und verändert. Fast vollständig erhalten die Bruchsteinmauern um den ehem. Klosterbezirk. Kapelle u. Saal mit Muldengewölbe und neugotischen Fenstern mit Masswerk. Über den Fenstern verkröpftes flaches Gesimsband. Flache Gurte auf Rokokokonsolen mit goldener Ornamentik beleben die Joche. Um 3 Joche nach Westen verlängert. Eingezogener Rechteckchor. Gute moderne liturgische Ausstattung. Madonna mit Kind um 1500 , Barockfiguren Hl. Laurentius und Hl. ??? (mit flammenden Herz und Bischofsstab)
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: ehem. Kapuzinerkloster Brakel
Begründung:
Eigentümer
Kath. Kirchengemeinde in Brakel
Nutzungsart
Altersheim und Pfarrzentrum
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1798; Fachwerk
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
ursprüngliches Krankenhaus, mittlerweile Altersheim und Pfarrzentrum
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 21- Wohnhaus Roland
Adresse
Koordinaten: 51.7181596675969, 9.187201724227847
Adresse: Neustadt 6, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-geschossiges Fachwerk-Traufenhaus mit ehem. Querdeele. In der Torbogen-Inschrift datiert 1850.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals:
Begründung: Das 2-geschossige Traufenhaus mit Querdeele wird 1981 als Baudenkmal qualifiziert und 1983 in die Denkmalliste der Stadt Brakel eingetragen.
Eigentümer
Frank Roland
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1850
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
1854 – 1901: Wohnhaus mit einem Landhandel
1901 – 1933: Wohnhaus mit landwirtschaftlichem Betrieb (Kuh-, Pferde- und Schweinestall, Korn- und Heuboden, Rüben- und Kartoffellager) sowie Metzgerei mit Schlachthaus und Verkaufsladen.
1933 – 1965: Wohnhaus mit landwirtschaftlichem Betrieb (s. o.)
1966 – 1978: Wohnhaus mit 3 Wohnungen
1978 - heute: Wohnhaus mit 2 Wohnungen und Garten (1978-1980 sowie 2014-2015: umfangreiche Renovierungsarbeiten)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
1850 – 1854: Joseph Gehlhaus und Gertrud Müller, dann ausgewandert in die USA
1854 – 1901: Familien Levi und Moses Weiler, die später ein Haus am Markt und „Am Gänseanger“ bezogen haben.
1901: Johannes und Johanna Roland kaufen das Grundstück „Neustadt 6“, welches nun in der 4. Generation von der Familie Roland bewohnt wird.
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 22 - Wohn- und Gasthaus Elbracht-Hülseweh
Adresse
Koordinaten: 51.71751140105921, 9.180568304826949
Adresse: Am Thy 16, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Gasthaus "Zur Meierei". 2-geschoss. Fachwerkgiebelhaus mit doppelt vorkragendem Giebel. Rechts an der Front gleichzeitiger 2-geschoss. Anbau mit quergestelltem Satteldach. Mitteldeele bei späterem Umbau durchgebaut. Dach mit Höxterplattendeckung. Hausinschrift und Jahreszahl 1763: "Arbeite und sei nicht faul, gebratene Taub fliegt nicht ins Maul". Anno 1763. Renoviert 1913.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Wohn- und Gasthaus Elbracht-Hülseweh
Begründung:
Eigentümer
Michael Elbracht-Hülseweh
Nutzungsart
Wohn- und Gasthaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1763
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
GastronomieGeschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Das Hauptgebäude wurde 1763 von Laurentius Meyer und Anna Maria Nagel erbaut.
Laurentius Meyer stammte aus Wolfach im Schwarzwald.
Weitere Besitzer waren:
Ca 1790 Johannes Meyer
Ca 1811 Maria Meyer und Johann Heinrich Georg Groll
1825 Maria Meyer und Ferdinand Groll
1844 Lorenz Groll und Maria Meyer, Maria Meyer und Heinrich Holtgrewe, Maria Meyer und JosefZacharias
1870 Elisabeth Groll, Tochter von Lorenz Groll + Maria Meyer und Conrad Witkop
1907 Agnes Helene Wilhelmine Witkop und Christoph Elbracht-Hülseweh
1948 Engelbert Elbracht-Hülseweh und Gisela Schlütermann
1985 Gisela Elbracht-Hülseweh, geb Schlütermann
2014 Michael Elbracht-Hülseweh
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 30 - Kapuzinerkirche Brakel
Adresse
Koordinaten: 51.71591754130114, 9.18707889116048
Adresse: Klosterstr. 11, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Erbaut 1715 - 18 durch Johann Conrad Schlaun. Gewölbter Saalraum mit eingezogenem Chor, reiche originelle Ausstattung. Schlichte Werksteinfassade mit reichem Portal.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Kapuzinerkirche Brakel
Begründung:
Eigentümer
Kath. Pfarrkirche zu Brakel
Nutzungsart
Kirchengebäude
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1715 - 18
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
KirchengebäudeGeschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 63 - Fachwerkhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71539237291277, 9.18656770621044
Adresse: Wolfskuhle 42, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Fachwerkhaus mit Mitteldecke, urspr. 2-geschossig, datiert 1846. Vermutlich Scheunenbau zu Wolfskuhle 40. Das 3. Geschoß später aufgesetzt.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkhaus
Begründung: Alter, Fassade, Dach, Fenster (Holz)
Eigentümer
Eigentümergemeinschaft Krakowczyk u. Krawinkel
Nutzungsart
Wohnhaus u. Scheune
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1846
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Früher gehörten die Häuser Wolfskuhle 40 und 42 zusammen. In der Wolfskuhle 40 befand sich die Viehzucht, vermutlich Schweinehaltung, während in der Wolfskuhle 42 die Scheune mit den landwirtschaftlichen Geräten stand.
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Angeblich soll sich in den Mauern eine Schusswaffe befinden, die allerdings nie gefunden wurde.
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 71 - Fachwerkhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71738270782759, 9.184154146309515
Adresse: Markt 3, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-gesch. Giebelhaus mit Krüppelwalm. 5 Fensterachsen. Erdgeschoss mit Schaufenstern massiv, die Obergeschosse Fachwerk mit gequaderten Bretterverkleidung, 18. JH. Der Denkmalswert erstreckt sich auch auf das um 1850 angebaute Hinterhaus. Dieses ist im OG über das Vorderhaus erschlossen und bildet mitihm eine untrennbare Einheit.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkhaus
Begründung:
Eigentümer
Edeltraud Sander
Nutzungsart
Wohn- und Geschäftshaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
ca. 1786
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Verkauf am 01.06.1942 von Elisabeth u. Heinrich Rust an Schuhmachermeister Richard Markus. Verkauf 1989 vom Schuhhaus Schwemmer an Edeltraud Sander.
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 75 - Fachwerkgiebelhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71854958572544, 9.184056464126522
Adresse: Brunnenstr. 19, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-gesch. Fachwerk-Giebelhaus von 5 Achsen-Front, ohne Deele (durchgebaut), Anfang 19. JH. Giebel z.Zt. Mit Eternit verschalt.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkgiebelhaus
Begründung:
Eigentümer
Ruzan Sünkeler
Nutzungsart
Klavierschule, Wohnen
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1700
Vierständerhaus
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
früher: Bäckerei u. Wohnen, heute: Klavierschule u. Wohnen
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Im jetzigen Wohnzimmer stand der Backofen der Bäckerei.Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 86 - Traufenhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71693412601491, 9.183943279347211
Adresse: Markt 8, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-gesch. Fachwerkhaus mit erkerbesetztem Wohndach 19. JH. Massiv erneuerte Marktplatzfassade im Jugendstildekor, 2 Schaufenster gut mit einbezogen, im 1. Geschoss mittiges Erkertürmchen.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Traufenhaus
Begründung:
Eigentümer
Philipp Wiechers u. Vivien Weise
Nutzungsart
Wohn- und Geschäftshaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 90 - Ackerbürgerhaus
Adresse
Koordinaten: 51.7179282402193, 9.187283192635855
Adresse: Neustadt 8, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-gesch. Ackerbürgerhaus, Fachwerk-Giebelhaus mit Mitteldeele, Giebel verbrettert. Um 1850.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Ackerbürgerhaus
Begründung:
Eigentümer
Luc Loos u. Rita Standaert
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
ca. 1850
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 94 - Fachwerktraufenhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71832538747463, 9.185424519676737
Adresse: Königstr. 7, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Stattliches, 2-gesch. Fachwerk-Traufenhaus auf geschoßhohem, massiven Kellersockel. Front von 7, Seiten von 6 Achsen. Vor dem eingezogenen Tür-Vor-Platz doppelläufige Freitreppe. Wände des Vorplatzes mit Blendmasswerk in der Verkleidung dekoriert. Um 1850.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerktraufenhaus
Begründung:
Eigentümer
Peter Thadeusz
Nutzungsart
Eigentümergemeinschaft
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
1826
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Lagerraum, Wohnhaus der jüdischen Familie Lobbenberg
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 99 - Fachwerkgiebelhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71855303415991, 9.18321856226987
Adresse: Brunnenstr. 7, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
2-geschoss. Fachwerkgiebelhaus von 5 Achsen. Jetzt ohne Deele, Giebel verbrettert. Unter den Fenstern des Erdgeschosses Andreaskreuze (Hessische Fachwerkformen), wohl Ende 18. JH.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkgiebelhaus
Begründung:
Eigentümer
Dr. Joachim u. Sarah Koch
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
unbekannt
Rundtorbogen, Deelentor an Südfassade im Jahr 2002
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Tagelöhnerhaus, Wohn- und Geschäftshaus, Wohnhaus
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Nachträglicher Ausbau
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 100 - Fachwerkwohnhaus "Am Thy 6"
Adresse
Koordinaten: 51.71751543729714, 9.182505833378093
Adresse: Am Thy 6, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Teil der Gebäudegruppe zwischen Kirchplatz und Thy, die zur stadtgeschichtl. Kernzelle gehört. Vermutl. altes Richthaus. Auf hohem Massivsockel stehendes, eingeschoss. Traufenhaus mit Krüppelwalmdach, schönem Biedermeierportal auf Freitreppe und zierverschieferten Fassaden. Hoher Stadtbildwert.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkwohnhaus
Begründung: Unter dem südwestlichen Gebäudeteil liegt ein großer Kellerraum mit auf zwei Stützen aufliegenden Kreuzgradgewölben und Sandsteinplatten-Bodenbelag. Breite Öffnung für eine zweiflügelige Tür unter der heutigen Außentreppe (Südseite) mit Sandsteingewände, weitere Tür mit Sandsteingewände an der Ostwand, vermutlich als Zugang in einen weiteren Keller. Dieser großzügige Kellerraum dokumentiert die ursprüngliche Bebauung insbesondere den Anspruch eine Patrizier- oder Ministerialenhauses.
Eigentümer
Gabriele Rupprecht
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. 113 - Fachwerkscheune u. Schweinestall Elbracht-Hülseweh
Adresse
Koordinaten: 51.717564575266856, 9.180632681251724
Adresse: Am Thy 16, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Fachwerkscheune (ehem. Ausspannstall): Zur Burgstraße traufenständiger Fachwerkbau, erbaut um 18oo. Giebeldreiecke verbrettert. Lange Fußstreben im Wandgefüge.
Bruchsteingebäude (ehem. Schweinestall): Bruchsteinernes Eckgebäude im Bereich der Straßen "Am Thy" u. "Burgstraße". Einige Maueröffnungen verändert. Giebeldreieck zum Thy verbrettert, an o.g. Fachwerkscheune angebaut. Bilden als Teile der Gasthofanlage ein Ensemble und prägen das Stadtbild. Bilden durch ihre Anordnung einen idyllischen Hinterhof zum Gasthof.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkscheune u. Schweinestall
Begründung:
Eigentümer
Michael Elbracht-Hülseweh
Nutzungsart
Kegelbahn u. Nebengebäude zum Gasthof
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
um 1800
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Landwirtschaft, Gastronomie, Kegelbahn
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. A/128 - Fachwerkwohnhaus "Wolfskuhle 22
Adresse
Koordinaten: 51.71531709544101, 9.184690819677652
Adresse: Wolfskuhle 22, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Vierständerhaus aus dem frühen 19. JH. Die Durchgangsdiele später bei Aufgabe des Torbogens zweigeschossig aufgeteilt. Giebel mit verbrettertem Krüppelwalm.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Fachwerkwohnhaus
Begründung: Für den Erhalt liegen städtebauliche Gründe vor.
Eigentümer
Dr. Susanne u. Immanuel Elias Schwickert
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. A/140 - Altbau des Sparkassenhauptgebäudes mit Direktorenhaus
Adresse
Koordinaten: 51.71605747160274, 9.181174259817798
Adresse: Nieheimer Str. 2, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Gebäudegruppe am westlichen Ende der wichtigen Straße Hanekamp, bestehend aus Sparkassengebäude (a) und Wohnhaus (b).
a) Direkt am Hanekamp traufenständiger, zweigeschossiger Putzbau zu 6 Achsen unter mit Pfannen gedecktem Mansardwalmdach. Das hohe Sockelgeschoß mit schweren Kunststein- Fenstereinfassungen und geschmiedeten Vergitterungen schließt nach oben ab mit umlaufenden Gesims. Pilaster im Wechsel mit Fenstem gliedern die verhältnismäßig strenge Fassade. Das Mansarddach hat einige Dachhäuschen, im Walmbereich befinden sich Fledemausgauben. Der nach Osten anschließende zweigeschossige Erweiterungsbau weist die gleiche Formensprache auf, lediglich das Obergeschoß, und damit auch die Fenster, hat eine geringere Höhe als der ältere Baukörper. Das ausgebaute Dach, ebenfalls ein Mansardwalmdach, hat Dachhäuser mit jeweils 6 bandartig nebeneinander angeordneten Fenstern. An der östlichen, der Stadt zugewandten Giebelfassade befindet sich ein ausluchtartiger, eingeschossiger Vorbau mit einer Verkleidung aus Kunststeinplatten, die künstlerisch bearbeitet sind: Der Pfeiler an der südlichen Schmalseite zeigt stilisierte Darstellungen einer Sackkarre mit Sonne darüber, an der gegenüberliegenden Seite ist eine Lore dargestellt mit Zahnrädern und einem Hammer darüber. Die Hauptseite zeigt vor dem linken äußeren Pfeiler die annähemd lebensgroße halbplastische Darstellung eines Mannes mit einem Behälter (?), darunter die Inschrift DIE KASSE SCHÜTZT UND HÜTET DIR DEIN GELD UND ZAHLET ZINS DAFÜR. An dem äußeren rechten Pfeiler befindet sich analog die Darstellung einer bäuerlichen Frau mit Holzschuhen, Kopftuch uns Sparstrumpf mit der Unterschrift DAS GELD IM STRUMPFE DIESER BRAUCH IST UNKLUG UND GEFÄHRLICH AUCH: Die beiden mittleren Pfeiler habe stilisierte Reliefdarstellungen eines Hammers mit Eichenlaub, darunter die Inschrift: VERSCHWENDE NICHT SEI STETS BESONNEN BEDENKE ERSPART IST SO GUT WIE GEWONNEN, und eines Aesculapstabes, Inschrift darunter: JUNGES BLUT SPAR DEIN GUT ARMUT DEM ALTER WEHE TUT. In der Gebälkzone über den Pfeilern sind über den drei Fenstern der Hauptseite drei Wappen zu sehen, links das der Stadt Brakel, mittig das des Landes Nordrhein- Westfalen und rechts das des Kreises Höxter. An der nördlichen Schmalseite gibt eine Inschrift die Baujahre an: DIE KREISSPARKASSE WURDE ERBAUT IM JAHRE 1912, ERWEITERT 1938. An der gegenüberliegenden Schmalseite wird der Künstler genannt: W. HANEBAL. Die Fenster sind aus der Bauzeit erhalten, die nördliche Traufseite und die östliche Giebelseite werden beeinträchtigt durch einen maßstabsprengenden Neubau sowie eine Verbreiterung des ursprrünglichen Gebäudes nach Norden. Der Eingang befand sich ursprünglich an der Westseite, wurde aber zwischenzeitlich mehrfach verändert. Im Obergeschoß des Gebäudeteils von 1912 befindet sich ein großer Sitzungssaal, der zugänglich ist über ein separates Treppenhaus. Da das Gebäudeinnere mehrfach den Nutzungsanforderungen angepaßt wurde, beschränkt sich der Denkmalswert auf die Fassaden einschließlich der Dachkörper.
b) Direkt an die nördliche Traufseite des älteren Bauteils angebaut wurde das Wohnhaus für den Rendanten. Es wurde in einem Zuge mit entworfen und errichtet und weist ähnliche Gestaltungsmerkmale auf wie das Sparkassengebäude. Der 1 1/2- geschossige Putzbau auf L-förmigem Grundriß ist zurückliegend giebelständig zur Nieheimer Straße, hat ein Mansarddach, an der nördlichen Traufseite einen Risalit mit Zwerchhaus sowie einen eingeschossigen halbrunden Vorbau mit darüberliegendem Balkon an der Westgiebelfassade. Der verhältnismäßig weite Dachüberstand hat kassettierte Unterseiten, die Belichtung des Dachraumes erfolgt neben den kleinen Fenstem der Giebelseiten durch Fledermausgauben. Die Fenster sind, bis auf ein großes, modernes Fenster an der Nordseite, bauzeitlich erhalten und haben an der westlichen Giebelseite Klappläden. Da die Geschäftsräume an der Rosenstraße der 1848 gegründeten Kreissparkasse Höxter in Brakel nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen entsprachen, beschloß man, einen Neubau zu errichten. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück erwies sich zunächst als schwierig, bis es 1912 gelang, einen Bauplatz westlich der historischen Altstadt zu erwerben. Der Berliner Architekt Hermann Fleck wurde mit dem Entwurf beauftragt und konzipierte ein modernes Sparkassengebäude und ein direkt angebautes Einfamilienwohnhaus in neubarocker Formensprache. 1936 wurde das Sparkassengebäude wegen des erhöhten Raumbedarfs enveitert. Nach einem Wettbewerb wurde nach den Plänen des Brakeler Architekten Franz Allerkamp der vorhandene den Erfordernissen entsprechend umgebaut und erweitert. Architekturdetails wie der mit Reliefs und Inschriften geschmückte Vorbau an der stadtseitigen Giebelfassade und die - heute nicht mehr vorhandene- Ausstattung u.a. der Eingangshalle machen den zeitgenössischen Repräsentationswillen und das Selbstverständnis der Kreissparkasse deutlich. Daraus ergibt sich die Bedeutung dieser Gebäudegruppe für die Stadt Brakel und den Kreis Höxter. An der Erhaltung und Nutzung gem. § 2.1 DSchG besteht daher aus wissenschaftlichen, insbesondere orts- und stadtentwicklungsgeschichtlichen sowie, wegen der städtebaulich wirksamen Lage direkt hinter der Stadtbefestigung am westlichen Eingang des Stadtkerns und direkt an der Kreuzung der Warburger Straße/ Hanekamp und Bahnhofstraße/ Nieheimer Straße städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse. Denkmalswert sind das Sparkassengebäude mit seinen Fassaden und dem Dachkörper sowie das Direktorenhaus mit Dachkörper und Fassaden, nicht jedoch jeweils das Gebäudeinnere.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Altbau des Sparkassenhauptgebäudes mit Direktorenhaus
Begründung:
Eigentümer
Zweckverbandssparkasse Höxter
Nutzungsart
Sparkassen- und Bürogebäude
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. A/155 - Wohnhaus
Adresse
Koordinaten: 51.716667724784195, 9.1814384113029
Adresse: Westmauer 10, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Traufenständiger zweigeschossiger Fachwerkbau mit Lehmstein-Ausfachungen auf Natursteinsockel unter mit Pfannen bedecktem Sattendach. Straßenseitige Erdgeschosszone massiv erneuert. Erschließung durch Querflur, von dem eine bauzeitliche Treppe ins Obergeschoss führt, Zimmertüren erhalten.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Wohnhaus
Begründung: Dieses wohl im ausgehenden 18. bzw. dem beginnenden 19. Jahrhundert errichtete Wohnhaus ist bedeutend für die Entwicklung des Wohnens in Brakel, weil es als bescheidene Handwerkerstätte (Schmiede) die Wohn- und Lebensverhältnisse der Zeit um 1800 dokumentiert. Darüber hinaus veranschaulicht das Objekt die in den Randzonen der Stadtkerne übliche historische Bebauung - mit kleinen Wohnhäusern, während die repräsentativen Bürgerhäuser auf den großen Parzellen an den Hauptstraßen lagen. An der Erhaltung und Nutzung gem. § 2.1 DSchG NW besteht daher aus wissenschaftlichen, insbesondere orts- und sozialgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.
Eigentümer
Reinhard Seck
Nutzungsart
Wohnhaus
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. A/156 - Außenfassaden Wohn- und Geschäftshaus
Adresse
Koordinaten: 51.71609816314639, 9.182294001359146
Adresse: Hanekamp 16, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Fassaden eines zweigeschossigen, L-förmigen Ziegelbaus auf Werkstein-KelIergeschoß unter mit Betonplatten in Diagonalverlegung gedecktem Walmdach. Südöstliche Gebäudeecke abgeschrägt und besonders betont durch den über Stufen erreichbaren Geschäftseingang und das Dachhäuschen mit Pyramidendach (der kleine Balkon über dem Eingang im Obergeschoß mit schmiedeeiserner Vergitterung wurde zwischenzeitlich entfernt). Der Verkaufsraum im Erdgeschoß hat zum Hanekamp hin (westlich des Eingangs) vier breite, bis auf das Wasserschlagsgesims des Kellersockels heruntergezogene Schaufenster, westlich daneben vier Fenster normaler Größe mit Sohlbänken. Sämtliche Fenster bauzeitlich erhalten als zweiflügelige Holzfenster mit zweiflügeligen Oberlichtern, die Kämpferzonen im Erdgeschoßbereich und im Eckfenster des Obergeschosses mit Zahnschnittfries. Gegliedert wird die Straßenfassade durch einen doppelten gemauerten Gesimsstreifen zwischen Erd- und Obergeschoß sowie durch einen aufwendig gemauerten Arkadenfries mit begleitenden Zierstreifen unterhalb der Trauflinie sowie durch Bander aus glasierten Ziegeln in der Höhe des Segmentbogenansatzes der Fenster in den beiden Etagen; glasierte Ziegel sind auch als Rahmung der Fenster- und Türöffnungen verwendet worden. Außer dem Ladeneingang an der südöstlichen Gebäudeecke wird das Haus erschlossen über die Haustür an der westlichen Hausseite (bauzeitlich erhalten), vor der ein Windfang errichtet wurde, sowie über eine Hoflür an der nördlichen Traufseite. Hier gibt eine geprägte Blechplatte Auskunft über Bauherrn und -datum: "Erbaut im Jahre 1898 von August Kleinschmidt & Frau Therese geb. Parensen".August Kleinschmidt handelte mit Haushalts- und Eisenwaren, neben dem Ladengeschäft befanden sich im Erdgeschoß Lagerräume und ein Kontor. Diese Funktionen des Erdgeschosses sind an der Fassade deutlich abzulesen, besonders prägnant ist der für historistische Geschäftsbauten typische, über einige Stufen erreichbare Geschäftseingang an der abgeschrägten Gebäudeecke. Die Familie des Geschäftsmannes wohnte im Obergeschoß, desweiteren befand sich im Obergeschoß eine Mietwohnung. Dienstmädchen und evtl. Angestellte hatten im Dachgeschoß kleine Kammern. An der Erhaltung und Nutzung gern. § 2.1 DSchG MVV besteht daher aus wissenschaftlichen, insbesondere stadt- und sozialgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse. Darüber hinaus werden volkskundliche Gründe für das öffentliche Erhaltungsinteresse angeführt, weil dieses Wohn- und Geschäftshaus in für die Zeit der Jahrhundertwende typischer Art die verschiedenen charakteristischen Funktionsabläufe veranschaulicht. Die Baudetails belegen die solide Handwerksarbeit der Brakeler Mauerer, Zimmerleute und Tischler. Darüber hinaus werden städtebauliche Gründe geltend gemacht, weil dieses stattliche Eckgebäude mit der aufwendigen Fassadengliederung den Bereich des ehemaligen Hanekämper Tores entscheidend mitprägt, insbesondere, da die gegenüberliegende Grünfläche einen Blick auf die gesamte Hauptfassade ermöglicht.
Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Wohn- und Geschäftshaus
Begründung:
Eigentümer
Zweckverbandssparkasse Höxter
Nutzungsart
GeschäftshausBaujahr und Besonderheiten der Architektur
1898
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. A/165 - Massives Villengebäude
Adresse
Koordinaten: 51.71534315162132, 9.188646949639468
Adresse: Am Bahndamm 2, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Auf einem großzügigen, direkt an die Bebauung der,,Südmauer" anschließenden Gartengrundstück errichtet 1927/28 der am St. Vinzenz-Hospitaal als Chefarzt tätige Dr. Umenhof nach Plänen des Brakeler Architekten Hans Happ sein Wohnhaus. Der südliche Grundstücksbereich wird annähernd halbrund begrenzt durch die Ostheimer Straße und die hier abzweigende Zufahrt zum Bahnhof. Vom Grundstücksbereich mit dem Wohnhaus wird dieser Teil abgetrennt durch die Brucht, über die eine BRücke führt. Durch den großflächigen Straßenausbau, wohl im Zusammenhang mit der Errichtung des Städtischen Neusprachlichen Gymnasiums am Bahndamm im Jahr 1962, wurde der südliche Grundstücksbereichzur öffentlichen Verkehrsfläche umgestaltet. Bei dem Wohnhaus handelt es sich um einen zurückliegenden zweigeschossigen, unterkellerten Putzbau zu vier Achsen auf Rustika- Sandsteinsockel unter mit Biberschwanz-Ziegeln gedecktem Mansarddach mit geschweiften Abgängen. An der ebenfalls vierachsigen südlichen Fassade setzt über zwei Achsen ein bauzeitlicher Vorbau mit darüberliegendem Balkon, dessen Eisengitter zwischen verputzten Pfeilern bauzeitlich erhalten ist, an. Der Haupteingang befindet sich an der Ostseite, ebenfalls ein Nebeneingang. An der nordöstlichen Gebäudeecke befindet sich ein gleichfalls bauzeitlicher, zweigeschossiger Garagenanbau mit darüber liegendem ,,Zimmer des Chauffeurs" (lt. Bauzeichnung). Dieser nicht unterkellerte, ursprünglich mit eigenem Eingang an der Ostseite erschlossene Baukörper hat flachgeneigte, mit Bitumen gedeckte Dachflächen. Ein weiterer Vorbau, und zwar über segmentbogigem Grundriss als repräsentativ mit Pfeilerstellungen unter flachgeneigtem Walmdach (Bitumendeckung) errichteter Eingangsbau, befindet sich an der Nordfassade (Gebäuderückseite). Die Dachflächen über der Süd- und der Westfassade sind durchbrochen von je einem bauzeitlichen Zwerchhaus zu zwei Achsen mit einer flachen, etwas eingezogenen Dreiecksgiebelbekrönung. Die Gebäudeecken (und die Pfeiler des rückwärtigen Anbaus) haben Stuckpilaster mit regelmäßigen horizontalen Profilen, so dass sich quaderähnliche Kompartimente ergeben, die die schwach vorkragende Traufzone gleichsam stützen. Die Erdgeschoss-Fenster werden betont durch eine kleine Gebälkzone. Darüber hinaus sind die Fassaden sparsam gegliedert. Zu den Hauseingängen führen Treppenanlagen mit Blockstufen aus rotem Sandstein. Die Fenster und Außentüren wurden erneuert. Der derzeitige Anstrich entspricht nicht dem ursprünglichen Zustand. Im Gebäudeinneren sind die Strukturen einschließlich der Ausstattung weitgehend bauzeitlich erhalten geblieben; die wenigen Veränderungen sind reversibel. Hinter der solide erneuerten Haustür befindet sich das Entré mit einem Bodenbelag aus sehr kleinen quadratischen, in geometrischer Musterung verlegten grauen, hellbraunen und schwarzen Fliesen. Die Wände sind etwa mannshoch verkleidet mit großformatigen, dunkelgrünen Keramikplatten mit lebhaft ungleichmäßigen Oberflächen und mit vertikalen und horizontalen Abschlüssen aus Relieffliesen mit stilisierten floralen Ornamenten, teilweise als gerundete Kantenfliesen, Rechts und links erschließen Türen die angrenzenden Räume (links ursprünglich das Wartezimmer für die Patienten und Patientinnen, rechts führt ein Durchgang zum WC sowie zum Dienstboteneingang und -flur. Eine doppelflügelige Füllungstür mit expressionistisch anmutenden Sprossen in den oberen Partien und im Oberlicht führt in die Diele als Vorraum zum Sprechzimmer (mit umlaufender hölzerner Wandverkleidung aus der Bauzeit) und den Wohnräumen. Diese in für das gehobene Bürgertum traditioneller Folge: Empfangszimmer, Speisezimmer und Herrenzimmer. Auch die Küche mit angrenzender Besenkammer und Vorratsraum befindet sich im Erdgeschoss. Die bereits bauzeitlich im Empfangs- und im Speisezimmer angelegten Türen ins Freie können einen Hinweis geben auf einen gestalteten Garten, dessen Strukturen heute nicht mehr vorhanden sind. Die Türdrücker sind weitgehend bauzeitlich erhalten. Empfangszimmer und Speisezimmer sind verbunden durch eine Schiebetür. Alle Räume haben Holzfußböden der Bauzeit, z.T, Eichenparkett. Die Treppenanlage des Nebentreppenhauses ist annähernd identisch, aber etwas schlichter ausgebildet als die Haupttreppe, der Bodenbelag besteht ebenfalls aus kleinen quadratischen Fliesen, hier schwarz und grau. Die ehemalige Garage einschließlich Wendeltreppenerschließung des Chauffeurszimmers wurde der Wohnung zugeordnet und entsprechend verändert. Von der Diele aus führt eine Holztreppe mit beschnitztem Antrittspfosten und Stabbalustern in das Obergeschoss, in dem die Türen zu den Wohnräumen in Rahmen mit kassettierten Laibungen sitzen. Im Obergeschoss lag neben dem Kinderschlafzimmer das "Fräuleinzimmer" (lt. Bauzeichnung); für weitere Hausbedienstete befanden sich drei Kammern im Dachgeschoss. Das Kellergeschoss mit flachen preußischen Kappen hat einen separaten Zugang von der Südwestseite aus (ehem. Waschküche). Eine Stützmauer aus Natursteinen bildet die westliche Grundstücksgrenze zum Siechenbach; sie ist die Bestandteil des Baudenkmals.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Baudenkmal
Name des Denkmals: Massives Villengebäude
Begründung: Diese repräsentative Villa ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Stadt Brakel, denn sie belegt einerseits die Ausdehnung der Stadt über die stadtmauerbegleitenden Straßen hinaus in Richtung Bahnhof, eine städtebauliche Lage, die damals
durchaus die Aufgeschlossenheit der Erbauer gegenüber dem technischen Fortschritt zeigte, Andererseits dokumentiert sie die Entwicklung bürgerlichen Wohnens in den 1920er Jahren. Während die Fassade sich recht zurückhaltend und überwiegend an der
traditionelien Formensprache orientiert darbietet, zeugt die ausgesucht riobie Ausstattung des Gebäudeinneren zusammen mit der Raumfolge von den Wohnvorstellungen und Lebensumständen des Krankenhausarztes und seiner Familie. An Ausstattungsdetails
wird die Aufgeschlossenheit gegenüber der expressionistischen Formensprache deutlich, beispielsweise die Fliesenmosaiken der Entr6bereiche, die Versprossung der Trenntür o.ä. An der Erhaltung und Nutzung gem, § 2.1 DSchG NW besteht daher aus orts- und sozialgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse. Da die Villa auch heute noch die Stadtansicht von Süden entscheidend mitprägt, werden auch städtebauliche Erhaltungsgründe angeführt.
Eigentümer
Christian Meyer, Sebastian Meyer
Nutzungsart
WohngebäudeBaujahr und Besonderheiten der Architektur
1927/1928
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. B/045 - Pfarrkirche St. Michael und Johannes der Täufer
Adresse
Koordinaten: 51.71792104190174, 9.183233896310918
Adresse: Kirchpl. 4, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Mittelalterliche Pfarrkirche mit umgebendem, 1791 aufgegebenem Friedhof und der nördlich anschließenden, sog. Wedeme (mittelalterliches Pfarrhaus). Die Bestandteile des Bodendenkmals sind die Spuren der Kirche, des Friedhofs und des Pfarrhauses, die obertägig nicht sichtbar, im Boden jedoch erhalten sind.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Ortsfestes Baudenkmal
Name des Denkmals: Pfarrkirche St. Michael und Johannes der Täufer
Begründung: "Die Pfarrkirche St. Michael und St. Johannes in Brakel wird 1213 anlässlich einer Schenkung des Geschlechtes von Brakel erstmals urkundlich genannt, dürfte aber ein weitaus höheres Alter besessen haben. Für diese bislang noch nicht durch archäologische Hinweise untermauerte Annahme spricht u.a. die Erwähnung des Ortes Brakel als letzte Ubernachtungsstation bei der Überführung der Reliquien des hl. Vitus von Paris nach Corvey im Jahre 836, weiterhin 1036 erwähnter Hofbesitz des Bischofs von Paderborn in Brakel, dessen Herleitung aus Königsbesitz und damit mutmaßlich hohes Alter als sicher gilt."
"Der bestehende Kirchenbau ist in wesentlichen Teilen eine Basilika des 12. Jahrhunderts mit baulichen Veränderungen des 14.,16. und 19. Jahrhunderts: Nach einer Bauinschriff von 1338 wurde in dieser Zeit ein älterer Ostabschluß durch den Chor in gotischen Stilformen ersetzt und ebenfalls der Westturm erneuert. Nach einer schweren Brandkatastrophe von 1517 erfolgte die Erneuerung des Westturmes, gleichzeitig die Angleichung des südlichen Seitenschiffes an die Höhe des Mittelschiffes sowie der Neubau des südlichen Querhauses und des östlich anschließenden Joches. Das nördliche Seitenschiff wurde von dem Modernisierungsversuch des 16. Jahrhunderts nicht mehr erfasst, die Angleichung des nördlichen Querhauses und des östlich anschließenden Bautraktes an die entsprechenden Bauteile auf der Südseite ist erst einem Umbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts zuzuschreiben. 1846/49 entstand der heutige Westturm. Diesen Umbaumaßnahmen des 19. Jahrhunderts dürften auch zwei angebaute Kapellen an der Nordseite von Turm und nördlichem Querhaus zum Opfer gefallen sein."
"Nach Landtagsbeschluß von 1791 wurde wenig später der Friedhof, auf dem sich mehrere Beinhäuser sowie ein Ossuarium am Turm befunden haben sollen, von der PFarrkirche weg vor das Hanekampertor (bis 1880) verlegt."
"Von den zahlreichen Häusern der Geistlichkeit, die sich fast alle in der Nähe der Kirche und in der Pappngasse befunden hahen, war die sog. Wedeme, das Gehöft des Pfarrers nördlich der Pfarrkirche, das bedeutendste. Ein nach den Angaben der Heimatliteratur von dem Pfarrer Bertold von Berg Mitte des 14. Jhs. errichtetes Steinhaus mit Treppengiebel wurde 1856 abgebrochen und durch einen Neubau auf dem hinteren Teil des Pfarrgrundstückes ersetzt. Dieser überdeckt nicht die Fläche des giebelständig zur Straße ausgerichteten Steinhauses, wie die Fortschreibung der Urkatasterkarte von 1831 verdeutlicht, so daßdie Reste des mittelalterlichen Gebäudes untertägig erhalten sind. Das Pfarranwesen als Wohnsitz des Pfarrers, des bedeutendsten Vertreters der Geistlichkeit in Brakel, besitzt für die Geschichte und Entwicklung Brakels Bedeutung. Wissenschaftliches Interessegilt insbesondere dem Alter und der Baustruktur des bis 1856 vorhandenen steinernen Vorgänger-gebäudes. "
"Auf die Bedeutung der Pfarrkirche von Brakel verweist nicht nur, dass sie im späten Mittelalterals Dekanatssitz fungierte, sondern auch, dass sie mit einer überaus großenAnzahlvon Altären ausgestattet war.1346 lassen sich neben dem Pfarrer noch zwei Kapläne,der Schul1ehrersowiesiebenVikare für einzelne Altäre nachweisen, deren Zahl durch weitere Altarstiftungendes 15. Jahrhunderts eher noch vergrößert worden sein dürfte und die BrakelerPfarrkirchevor der ReformatioeninemKollegiatssti'ft vergleichbar macht."
"Die Pfarrkirche von Brakel bildete den geistlichenMittelpunktder vorstädtischeSniedlungundder zwischen 1213 und 1223 gegründeten Stadtundbesitztfür dieGeschichteundEntwicklunvgonBrakel Bedeutung. Wissenschaftliches Interesse betrifft insbesondereden in Teilennur nochuntertägig vorhandenen Kirchenbau des 12. Jhs. sowie das Alter und die Struktur der anzunehmendeVnorgängerbauten. - Nach § 2 DSchG handelt es sich umein Bodendenkmala, ndessenErhaltuneginöffentliches Interesse besteht, weil es Überreste einer Kirche, eines Friedhofes und eines Pfarrhauses aus dem Mittelalter im Boden enthält, die für die Stadtentwicklung,die GeschichtedesMenschenund die Siedlungsgeschichte des Raumes von Bedeutungsind undweil hierfürwissenschaftlicGheründe
vorliegen."
Eigentümer
Kath. Pfarrkirche zu Brakel
Nutzungsart
Kultur, Park, Garten
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
12. Jahrhundert
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen
Baudenkmal Nr. B/047 - Heilig-Geist-Spital
Adresse
Koordinaten: 51.71608021710937, 9.1870690711794
Adresse: Klosterstr. 9, 33034 Brakel
Charakteristische Merkmale des Denkmals
Mittelalterliches Spital mit zugehöriger Kapelle bzw. nach 1645 Kapuzinerkloster. Die Bestandteile des Bodendenkmals sind die Spuren des mittelalterlichen Spitals, des frühneuzeitlichen Klosters und dessen bürgerlichen Vorgängerbauten, die obertägig nicht sichtbar, im Boden jedoch erhalten sind.Begründung der Eintragung
Denkmalart: Ortsfestes Baudenkmal
Name des Denkmals: Heilig-Geist-Spital
Begründung: "Das kurz vor 1302 gegründete Heilig-Geist-Spital mit zugehöriger Kapelle vor dem Ostheimer Tor wurde 1306 von den damaligen Herren der Stadt, Bischof Otto von Paderborn, den Geschlechtern von Asseburg sowie von den Ratsleuten der Stadt Brakel überlassen. In der Folgezeit diente es zur Unterbringung armer und kranker Bürger, für deren geistliches Wohl anfangs der Pfarrer Sorge trug, seit 1479 aber ein eigener Rektor. Nach weitgehender Zerstörung des Spitals im 30jährigen Krieg, dessen Folgen wohl nur die Kapelle relativ unbeschadet überstand, wurde das verlassene Areal anfangs gegen den Widerstand der Bürger von Bischof Ferdinand von Paderborn 1645 dem Kapuzinerorden übertragen. Es fand eine räumliche Erweiterung statt. Bezeugt sind mehrere Hofankäufe, darunter der des Hofes der Mengersen, des Klefferjohann an der Ostheimer Straße sowie des David Hirsch an der Brucht und des Hauses des Rox. Die Grenzen des sehr weitläufigen Klosterkomplexes, auf dessen unbebautem Teil nach Aufhebung des Konventes 1816 das St. Vincenz-Hospital Platz fand, lassen sich ohne Schwierigkeiten aus der Urkatasteraufnahme von 1829 ablesen. Als geistlicher Mittelpunkt, um den herum die Klostergebäude in Nachfolge der Spitalbauten errichtet wurden, diente die mittelalterliche Kapelle, die erst 1715-18 durch den bestehenden Neubau des Johann Konrad Schlaun ersetzt wurde."
"Das Heilig-Geist-Spital als sozialkaritative städtische Einrichtung sowie nach 1645 das im Zuge gegenreformatorischer Maßnahmen eingerichtete Kapuzinerkloster besitzen für die Geschichte der Stadt Brakel in Mittelalter und Neuzeit Bedeutung. Wissenschaftliches Interesse betriffi insbesondere Alter und Struktur der älteren Spitalgebäude sowie der bei der Klostergründung aufgegebenen bürgerlichen Besitzungen. - Nach § 2 DSchG handelt es sich um ein Bodendenkmal, an dessen Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht, weil es Erkenntnisse Ciber Wohn- und Sozialstrukturen, materielle Hinterl;ssenschafi und Baiiwesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Boden enthält, die für die Stadtentwicklung, die Geschichte des Menschen und die Siedlungsgeschichte des Raumes von Bedeutung sind und weil hierfür wissenschaffliche Gründe vorliegen."
Eigentümer
Kath. Pfarrkirche zu Brakel
Nutzungsart
Kapuzinerkirche, Caritas
Baujahr und Besonderheiten der Architektur
Nutzung des Denkmals (früher & heute)
Geschichten, Anekdoten und Bewohner:innen des Denkmals
Bermerkungen